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    Ratgeber von Healio

    Altersvorsorgedepot und Steuern: Was beim Sparen und bei der Auszahlung gilt

    Lesezeit etwa 4 Minuten

    Beim Altersvorsorgedepot gehören drei Fragen auseinander: Wie werden Erträge während des Sparens behandelt? Welcher Sonderausgabenabzug ist möglich? Und was passiert bei der Auszahlung? Wer nur den Vorteil in der Ansparphase betrachtet, übersieht einen Teil der Rechnung.

    Der Zeitpunkt der Steuer ist Teil des Konzepts

    Die geförderte private Altersvorsorge arbeitet mit nachgelagerter Besteuerung. Das bedeutet vereinfacht: Während des Sparens gelten steuerliche Vorteile, während die späteren Leistungen grundsätzlich steuerlich berücksichtigt werden. Die Aussage, dass Erträge im Vertragsrahmen während der Ansparphase nicht jährlich bei dir besteuert werden, ist deshalb kein Versprechen einer lebenslang steuerfreien Anlage.

    Für deine Planung zählt das Geld, das du im Alter nach Steuern tatsächlich verwenden kannst. Eine Beispielrechnung mit einer Bruttoauszahlung beantwortet diese Frage noch nicht. Du brauchst dafür unter anderem deine weiteren Einkünfte und die voraussichtliche Auszahlungsform. Diese Größen können sich über Jahrzehnte ändern, weshalb eine heute genannte Nettosumme keine feste Zusage ist.

    Sonderausgabenabzug und Zulage werden abgestimmt

    Nach den neuen Regeln können unmittelbar förderberechtigte Personen Altersvorsorgebeiträge bis zu 1.800 EUR im Jahr zuzüglich der dafür zustehenden Zulagen als Sonderausgaben berücksichtigen lassen. Das Finanzamt prüft, ob der daraus entstehende Steuervorteil günstiger ist als die Zulagenförderung. Nur ein darüber hinausgehender Vorteil führt zu einer zusätzlichen Steuerermäßigung. Das ist die Günstigerprüfung. Mittelbar Berechtigte haben keinen eigenen Sonderausgabenabzugsbetrag. Deren Beiträge und Zulagen werden unter den gesetzlichen Voraussetzungen beim unmittelbar berechtigten Ehepartner berücksichtigt.

    Du solltest also nicht eine Zulage von beispielsweise 540 EUR und einen separat ausgerechneten vollen Abzugsvorteil zusammenzählen. Beide Wege werden verrechnet. Wie das Ergebnis in deinem Fall aussieht, hängt unter anderem von deinem Einkommen und deiner steuerlichen Situation ab. Bei besonderen Fragen, etwa grenzüberschreitenden Fällen oder mehreren Vertragsarten, gehört die konkrete Berechnung in fachkundige Hände.

    Deine Rechnung, dein nächster Schritt

    Was könnte der Staat zu deinem Beitrag dazulegen?

    Rechne ohne Anmeldung. Deine Eingaben gehen zur Anfrage für den Zuschuss-Check mit.

    10 EUR150 EUR

    Bei 150 EUR Monatsbeitrag ist die höchste Grundzulage von 540 EUR erreicht. Mehr Beitrag erhöht die Grundzulage nicht.

    Beispiel für unmittelbar Förderberechtigte, ein volles Beitragsjahr ab 2027

    240 EURGrund- und Kinderzulage im Jahr

    Dein Eigenbeitrag im Jahr
    600 EUR
    Grundzulage
    240 EUR
    Kinderzulage zusammen
    0 EUR
    Welche Voraussetzungen hat die Rechnung?

    Kindergeldanspruch und die Zuordnung der Kinderzulage müssen passen. Für 2027 und ab 2028 gelten unterschiedliche Zuordnungsregeln. Wir prüfen, welchem Elternteil die Zulage zusteht. Mittelbar berechtigte Partner haben eine eigene Rechnung.

    Beispiel ohne Vertragskosten, Wertentwicklung und zusätzliche Steuerermäßigung. Die Zulage fließt in den Vorsorgevertrag; das Geld ist grundsätzlich bis zur Rente gebunden.

    Zuschuss-Check: etwa 20 Minuten per Video oder Telefon, unverbindlich. Auf der nächsten Seite kannst du den Check oder einen Rückruf über unser Kontaktformular anfragen. Die Rechnung braucht keine E-Mail-Adresse.

    Neue Produkte können ab 2027 angeboten werden. Ein konkreter Vertrag setzt ein tatsächlich verfügbares, geprüftes Angebot voraus. Healio vermittelt nur Versicherungsvarianten.

    Informationen zum Datenschutz

    Drei Beträge mit unterschiedlichen Aufgaben

    Förder- und Einzahlungsgrenzen nicht verwechseln
    BetragBedeutung im neuen System
    120 EUR im JahrMindesteigenbeitrag für die Grund- und Kinderzulage bei erfüllten Voraussetzungen
    1.800 EUR im JahrBei unmittelbarer Berechtigung: Beitragsgrenze für die maximale Grundzulage; Sonderausgabenrahmen zuzüglich zustehender Zulagen
    6.840 EUR im JahrGesetzliche Grenze eigener Einzahlungen in den neuen Vertragsrahmen, keine entsprechend höhere Grundzulage

    Mehr einzahlen bedeutet nicht automatisch mehr Förderung oder einen gleich hohen steuerlichen Abzug.

    Ein Beispiel: Wer unmittelbar förderberechtigt ist und 1.800 EUR im Jahr einzahlt, erreicht nach der neuen Staffel grundsätzlich die maximale Grundzulage von 540 EUR. Eine darüber hinausgehende Einzahlung erhöht diese Grundzulage nicht. Ob zusätzliche Beiträge sinnvoll sind, lässt sich daraus nicht ablesen. Dafür vergleichst du Kosten, Bindung, Anlage und Alternativen.

    Auch eine Auszahlung auf einmal ist steuerlich relevant

    Bei späteren Leistungen aus gefördertem Altersvorsorgevermögen greift grundsätzlich die nachgelagerte Besteuerung. Das betrifft nicht nur laufende Zahlungen. Auch die mögliche Kapitalauszahlung von bis zu 30 Prozent zu Beginn der Auszahlungsphase ist keine allgemeine steuerfreie Entnahme. Eine größere Einmalzahlung kann deine steuerliche Situation in diesem Jahr verändern.

    Die genaue Behandlung kann sich unterscheiden, wenn ein Vertrag geförderte und nicht geförderte Bestandteile enthält. Verlang daher eine nachvollziehbare Aufschlüsselung und die entsprechende Leistungsbescheinigung. Rechne bei der Planung nicht pauschal mit der Besteuerung eines gewöhnlichen Wertpapierdepots. Ein geförderter Altersvorsorgevertrag hat einen eigenen steuerlichen Rahmen.

    Was du für eine persönliche Einordnung bereithältst

    • Deinen geplanten Jahresbeitrag und Informationen zu möglichen Zulagen.
    • Eine Übersicht bestehender geförderter Verträge und ihrer Beiträge.
    • Den letzten Steuerbescheid für eine spätere persönliche Prüfung, ohne ihn öffentlich zu teilen.
    • Deine Vorstellungen zur späteren Rente, Einmalzahlung und weiteren Einkünften.

    Im Webinar erklären wir den Zusammenhang mit einfachen Beispielen. Eine konkrete Steuerberatung ersetzt das nicht. Wenn du anschließend Angebote vergleichst, lass dir auch zeigen, welche steuerlichen Annahmen in der Rechnung stecken. So verstehst du, welche Vorteile aus dem Gesetz folgen und welche Ergebnisse von deiner persönlichen Situation abhängen.

    Was Healio mit dir klärt

    Healio begleitet die Versicherungsvarianten der geförderten Altersvorsorge und hilft dir, Förderung, vorhandene Verträge, Kosten und Risiken zusammen zu betrachten. Die Ratgeber erklären auch andere Produktwege allgemein. Bei einem von Healio vermittelten Versicherungsabschluss wird Healio vom Versicherungsunternehmen über die Vertragskosten vergütet. Konkrete Angebote werden erst besprochen, wenn sie tatsächlich verfügbar und geprüft sind.

    Häufige Fragen

    Sind die Erträge im Altersvorsorgedepot für immer steuerfrei?
    Nein. Die Vorteile in der Ansparphase gehören zu einem System mit nachgelagerter Besteuerung. Die spätere Auszahlung ist grundsätzlich steuerlich relevant.
    Bekomme ich Zulage und Steuervorteil immer zusätzlich?
    Das Finanzamt stimmt beide über die Günstigerprüfung ab. Eine zusätzliche Steuerermäßigung entsteht nur, soweit der errechnete Abzugsvorteil die berücksichtigte Zulagenförderung übersteigt.
    Kann ich 6.840 EUR als Sonderausgaben abziehen?
    Die mögliche Einzahlung und der Sonderausgabenrahmen sind verschiedene Grenzen. Bei unmittelbarer Berechtigung beträgt der neue Abzugsrahmen grundsätzlich 1.800 EUR an Beiträgen zuzüglich der dafür zustehenden Zulagen.

    Passende Ratgeber zum Weiterlesen

    Alle Themen findest du in der Ratgeberübersicht zum Altersvorsorgedepot. Vertiefe anschließend die Fragen, die für deine Entscheidung offen sind.

    Quellen und Stand

    Inhalt geprüft am .

    1. Bundestag: finaler Gesetzesbeschluss, BR-Drs. 206/26

    Stand:

    Redaktion: Healio GmbH. Quellenstand: 8. Oktober 2026. Allgemeine Information zur privaten Altersvorsorge, keine individuelle Anlage- oder Steuerempfehlung. Beispielrechnungen sind keine Renditezusagen. Anbieterbedingungen und persönliche Voraussetzungen müssen vor einem Abschluss geprüft werden.